Die 6 besten Instrumente für unterwegs: Lagerfeuer, Reisen, Wandern

Im Frühjahr und Sommer, wenn die Tage wärmer und die Nächte wieder länger werden, zieht es uns einfach raus ins Freie. Ob Grill-Party, Radtour, Picknick oder im Urlaub auf der Reise... Hauptsache endlich wieder raus ins Grüne! In diesem Artikel findest du kleine Instrumente für unterwegs. Und du bekommst einige Vorschläge für Instrumente, mit denen du am Lagerfeuer so richtig auftrumpfst.

Musikinstrument für unterwegs: Lagerfeuer, Reise, Wandern

In den Sommermonaten ist Camping und Trekking im Freien eine klasse Möglichkeit, entspannt die Natur zu genießen und dir eine Pause vom Stress im Alltag zu gönnen.

Und ob beim Wandern, Camping oder auf Weltreise – selbst gemachte Musik darf dabei natürlich nicht fehlen. Denn was krönt einen tollen Tag in der Natur mit Freunden so sehr, wie Musik am Lagerfeuer?

Der rauchige Geruch des knisternden Feuers, das warme, flackernde Licht und ein sternenklarer Himmel. Es ist diese magische Stimmung, die uns dazu ermuntert gemeinsam Musik zu machen. Und die selbst Anfänger dazu bringt, gemeinsam mit allen zu singen, Spaß zu haben und unvergessliche Momente zu erleben. Denn Musik verbindet.

Was du bei einem Outdoor-Instrument beachten musst

Wenn du in der Natur oder auf einer Reise unterwegs bist, kannst du nicht jedes Musikinstrument mitnehmen. Denn manche Instrumente eignen sich besser fürs Spielen in der Natur als andere. Damit du den Durchblick bekommst, welche taugen, schauen wir uns hier mal an, was du dabei beachten musst.

Die folgenden Eigenschaften kannst du bei der Auswahl der Instrumente grundsätzlich voraussetzen:

  • Ohne Strom und Batterien – Wer kennt das nicht. Du bist gerade unterwegs mit einem Gerät. Schwups sind die Batterien leer und Ersatz ist natürlich meistens auch nicht zur Hand wenn du gerade mitten in der Pampa sitzt. So wird das nichts mit dem Spaß.

  • Angenehm anzuhören und ein richtiges Instrument – Deine Zuhörer sollen schließlich nicht vom Klang genervt sein. Und du willst ein richtiges Instrument, mit dem du wirklich Musik machen kannst. Alle Spielzeuge fallen also schon mal raus.

Wanderer Rucksack Musik Natur Camping Strom Gepaeck

Um deine Auswahl eines Outdoor-Instruments weiter einzuschränken, solltest du die folgenden Punkte beachten. Diese habe ich auch für die Bewertung der anschließend beschriebenen Musikinstrumente angewandt:

  • Handlich und gut verstaubar – Egal ob im Rucksack oder im Handgepäck, wenn du unterwegs bist herrscht immer Platzmangel. Ideal ist also ein Musikinstrument, dass wenig Platz braucht. Am besten ist ein Instrument für die Hosen- oder Jackentasche.

  • Unempfindlich – Schläge, Staub und Regengüsse... draußen kann es schon mal ruppig zugehen. Dein Outdoor-Instrument sollte so einiges abkönnen.

  • Preiswert – Und falls mal etwas kaputt gehen sollte, kann man es schnell austauschen.

  • Einfach zu lernen – Was bringt dir das coolste Instrument, wenn du es erst mal Jahre lang lernen musst? Schließlich ergeben sich Gelegenheiten fürs Jammen unter freiem Himmel meist spontan. Idealerweise lernst du das Instrument auch auf der Reise.

  • Bonus: Ein Klassiker – Es gibt einige Instrumente, die einfach zum Lagerfeuer oder auf Reisen dazugehören.

Schaust du dir die beliebtesten Instrumente an, dann merkst du schon, dass die meisten nicht für draußen geeignet sind. Klavier, Orgel und Keyboard sind sperrig und brauchen Strom. Das gilt auch für die E-Gitarre. Die Violine und Querflöte sind zwar von der Größe in Ordnung, aber teuer und empfindlich.

Saxophon, Klarinette und Trompete sind für den Musikverein und die Band geeignet, aber fürs Lagerfeuer?

Am besten eignen sich Instrumente aus traditionellen Musik-Stilen, wie Blues, Country, Irish Folk und akustischem Rock. Welche Musikinstrumente du in der freien Natur am besten nimmst, erfährst du in den nächsten Abschnitten. Dazu habe ich dir die besten Instrumente fürs Lagerfeuer und Reisen herausgesucht.

Die Gitarre, der traditionelle Lagerfeuer Klassiker

Die Gitarre ist das Instrument schlechthin, wenns um Lagerfeuermusik geht. Ob am Strand oder als Pfadfinder im Zeltlager. Wirds Abends lauschig, dann ist eine Gitarre am Start.

Gitarre Musik Natur See Strand

Ihr großer Vorteil ist, dass sie ganz hervorragend zur Begleitung gespielt werden kann. Und es gibt eigentlich immer jemand, der sie gut genug spielen kann. Wie schneidet die akustische Gitarre aber bei den oben genannten Kriterien ab?

  • Ihre Größe macht sie etwas unhandlich. Bei der Reise im Flugzeug kann das Verstauen schon einmal ein Problem sein. Dafür ist die Gitarre aber leicht.

    Übrigens gibts für Weltreisende auch sogenannte Travel Gitarren, ein Beispiel ist die Luna Reisegitarre*. Diese sind entweder um ein Viertel geschrumpft (das nennt sich dann eine Dreiviertel Gitarre). Oder der Körper wurde wie bei der Martin Backpacker* aufs Notwendigste verkleinert. Der Nachteil beider Reisegitarren ist, dass sie leiser sind und nicht so voll klingen.

  • Das Holz der Gitarre ist empfindlich gegenüber Stößen und Kratzern. Wetterfest ist sie auch nicht. Deswegen sollte man die Gitarre draußen auch immer gut verpackt und gepolstert in einer Tasche transportieren.

  • Und der Preis? Eine gute akustische Gitarre kostet gutes Geld. Meistens bringt man also eine günstigere Zweitgitarre mit. Es gibt aber schon für relativ wenig Geld ganz gute Instrumente, die fürs Lagerfeuer völlig ausreichen. Zum Beispiel diese Cort Earth 70 Gitarre*.

  • Die Gitarre ist relativ schwer zu lernen. Fürs Lagerfeuer reichen aber schon ein paar Akkorde. Und das bekommen viele hin. Dafür musst du aber schon ein paar Monate vorher einplanen.

  • Den Klassiker-Bonus bekommt die Gitarre natürlich auch!

Insgesamt ist die Gitarre eher mittelmäßig für Musik im Freien geeignet, weil sie auf der einen Seite einfach dazu gehört. Auf der anderen Seite aber auch einige Nachteile mit sich bringt. Vor allem wenn der Platz eng wird, bleibt die Gitarre lieber zu Hause.

Die Mundharmonika, der Knaller für Weltenbummler und Naturliebhaber

Auch die Mundharmonika ist eines der typischen Musikinstrumente fürs Lagerfeuer, Wandern und Campen. Für viele sind Mundharmonikas das Lagerfeuer-Instrument schlechthin. Denn sie verbinden mit ihr wehmütige Erinnerungen an Freizeiten und gemütliche Runden ums Feuer.

Und das ist kein Zufall. Denn kein anderes Instrument vereint gleich so viele Vorteile, wenns um Musik in der Natur geht. Sie ist klein, robust und passt sogar in deine Hosentasche. Beim Trekking und Wandern gehört sie deswegen schon ewig einfach mit dazu. Ins Reisegepäck passt sie ebenso.

Mundharmonika Lagerfeuer Natur

Daniel Drexler

Für ein so kompaktes Instrument, ist die Mundharmonika außerdem musikalisch unglaublich flexibel. Sie ist das kleinste richtige Instrument der Welt. Denn du kannst mit ihr Melodien und Solos über drei Oktaven spielen. Zur Begleitung kannst du Akkorde wie auf einer Orgel spielen. Deswegen nennt man sie auch gern Mundorgel.

Der Klang ist durchsetzungsfähig ohne laut zu sein. Und er ergänzt sich gut mit dem Gesang und der Gitarre. Zudem zaubert er diese besondere, sentimentale Stimmung, die die Herzen höher schlagen lässt. Wegen dieses einzigartigen Sounds ist sie immer wieder in unzähligen Hits und in allen möglichen Musikrichtungen zu hören - von Country, Rock und Pop-Musik bis zum Jazz.

Auch bei Jam-Sessions oder bei der Straßenmusik bist du mit der Mundharmonika immer gern gesehen und lernst nette Leute kennen. Denn gerade beim Jammen ist sie als typisches Blues Instrument klar im Vorteil.

Warum ist die Mundharmonika gerade für die Musik auf Reisen und unter freiem Himmel so ideal? Das liegt an den folgenden guten Gründen:

  • Kein anderes Instrument ist so leicht einzupacken. Ob in der Jackentasche oder im Rucksack, es lässt sich garantiert immer ein Platz für sie finden. Deswegen ist die Mundharmonika auch das erste Instrument, dass es ins Weltall geschafft hat.

  • Beinahe unkaputtbar! Mundharmonikas sind sehr robust, da sie aus Metall sind. Ihre Deckelplatten schützen sie zudem effektiv. Auf vielen Expeditionen war die Mundharmonika mit dabei und sie hat es sowohl zum Nordpol als auch zum Südpol geschafft!

  • Mundharmonikas sind preiswert. Für ab 35 bis 50 Euro bekommst du sehr gute Modelle. Empfehlenswert ist eine Hohner Special 20* oder Seydel Blues Session Steel*.

  • Weil diatonische Mundharmonikas die Töne einer Tonart haben, sind sie besonders leicht zu lernen. Wenn du willst, auch ohne Noten lesen. Dadurch kannst du in kurzer Zeit bereits einiges spielen. Warum sie am Anfang relativ leicht zu lernen ist, findest du hier: Warum die Mundharmonika das perfekte Einsteigerinstrument ist. Wie bei jedem anderen Instrument auch, solltest du natürlich für fortgeschrittene Spieltechniken etwas mehr Zeit einplanen.

  • Schon seit der Cowboyzeit gehören Mundharmonikas an jedes Lagerfeuer. Klarer Fall: Klassiker.

Ein weiterer Vorteil der Mundharmonika ist schlicht die Abwechslung. Schnell sind zwei drei Gitarristen da.

Mit der Mundharmonika hast du dagegen einen Überraschungs-Effekt. Denn viele meinen, man kann mit ihr keine Musik machen. Spielst du ein paar Lieder, dann sind alle begeistert. So kannst du mit relativ einfachen Liedern punkten.

Und mit unserem gratis Schnellstart-Tutorial für Mundharmonika lernst auch du das im Nu.

Ukulele, der Weltreise-Begleiter aus Hawaii

Die Ukulele erfreut sich seit einigen Jahren steigender Beliebtheit. Sie stammt ursprünglich aus Hawaii. Und auch bei uns verbindet man gerne Sonne, Strand und Meer mit ihrem Klang.

Ukulele Natur Musik Welt Reise

Viele Rucksack-Reisende Backpacker vertreiben sich damit die viele Wartezeit. Denn anders als eine Gitarre, ist die Uke, wie sie auch genannt wird, viel kleiner und leichter zu transportieren. Aber weil sie kleiner ist, wird sie auch nicht ganz so laut.

Diese Eigenschaften machen sie gerade für den Einsatz auf Reisen oder in der Natur zum Geheimtipp:

  • Im Vergleich zur Gitarre ist die Ukulele sehr handlich und transportabel, da sie nur etwa 60 Zentimeter lang und 20 Zentimeter breit ist.

  • Auch wenn es Outdoor-Varianten gibt, gut klingende Ukulelen sind aus Holz und daher empfindlich. Für den Transport brauchst du auf jeden Fall ein Gig-Bag oder einen Koffer.

  • Preiswert? Eine brauchbare Ukulele, die ihre Stimmung stabil hält, kostet 50€ und mehr. Etwa die Aleho Ukulele ALUS-M*.

  • Weil sie 4 Saiten hat, ist die Uke einfacher zu lernen als Gitarre. Viele Akkorde kannst du mit einem Finger spielen.

  • Inzwischen ist die Uke auch bei uns ein Standardinstrument für viele Abenteuer-Reisende. Klarer Fall: Klassiker-Bonus!

Auch wenn die Ukulele am Anfang relativ einfach zu lernen ist. Wie bei jedem Instrument gilt: für fortgeschrittenere Dinge musst du ein wenig Zeit investieren. Dann wird sie allerdings zu einem Instrument, mit dem du auch anspruchsvolle Dinge spielen kannst.

Tin Whistle, die irische Flöte

Flöten gehören schon zur Musik, seitdem die Menschen in der Steinzeit ums Feuer saßen. Warum also nicht auch eine Flöte mitnehmen?

Oder wie wäre es mit eine Okarina? Das ist eine kleine Flöte aus Ton in Form einer Kartoffel. Ihr Vorteil ist ihre kleine Größe. Allerdings sind die fürs Spielen nötigen Griffe recht kompliziert zu lernen. Und weil Okarinas aus Ton sind, zerbrechen bei Unachtsamkeiten recht schnell.

Tin Whistle Musik Lagerfeuer

Der Geheimtipp unter den Flöten-Instrumenten ist die irische Tin Whistle. Sie ist in der keltischen Musik Schottlands und Irlands weit verbreitet und wird auch bei uns immer beliebter. Ihr Klang ist etwas rauchig. Wie schlägt sie sich im Outdoor-Einsatz?

  • Mit 30 Zentimeter Länge und etwa 50g Gewicht ist die Tin Whistle leicht transportierbar. Für die Hosentasche ist sie größenmäßig bedingt geeignet.

  • Weil sie aus Metall hergestellt wird, ist sie relativ robust und unempfindlich.

  • Auch der Preis ist gut. Für weniger als 20 Euro bekommst du zum Beispiel diese Tin Whistle von Clarke*. Sie wird weil sie so günstig ist auch oft Penny Whistle genannt.

  • Sie ist einfacher zu lernen, als eine Blockflöte. Denn wie die Mundharmonika ist sie in einer Tonart gestimmt. Möchtest du darüber hinaus andere Töne spielen, wird es schwer.

  • In Irland ist die Tin Whistle ein Klassiker. Bei uns eher selten am Lagerfeuer.

Ganz so einfach ist die Tin Whistle allerdings doch nicht zu spielen. Wie bei der Blockflöte reagiert sie auf den Luftdruck und kann bei einem Anfänger schnell piepsig und verstimmt klingen. Es dauert schon eine Weile, bis man einen guten Sound entwickelt hat.

Am besten passt die Blech-Flöte zur schottischen oder irischen Musik. Bei modernen Songs und Liedern anderer Länder braucht man schon etwas Erfahrung, damit sie passend dazu klingt.

Outdoor Percussion: Cajón, Bongo und Co.

Gerade als Schlagzeuger, möchtest du natürlich beim Jammen in der Natur mit dabei sein. Denn nichts unterstützt den Groove so sehr wie ein eingängiger Rhythmus! Aber welche Percussion Instrumente sind dafür geeignet?

Djembe Percussion Rhythmus Musik Natur

Mit einem Shaker kann jemand, der kein Instrument gelernt hat schnell mit einsteigen. Doch sind Shaker relativ leise.

Das Tambourin war bei den Hippies der Hit. Daneben gibt es Schellen. Schellen passen nicht zu jedem Song. Dafür sind sie sehr transportabel.

Die Djembe ist eine afrikanische Trommel. Leider ist sie etwas zu groß um sie mit auf größere Touren zu nehmen. Ersatzweise kannst du Bongos nehmen. Das sind kubanische Trommeln, die relativ kompakt sind. Aufpassen musst du bei allen Trommeln aber wegen der Felle. Diese müssen geschützt werden. Und auf Feuchtigkeit reagieren sie sehr sensibel. Das lässt sich leider kaum vermeiden, weil es im Gras immer Tau gibt. Vorsicht auch vor Funken, die schnell mal aus dem Feuer schießen.

Cajon Musik Natur

Ministerio de Relaciones Exteriores, Perú

Das Cajón ist die beste Möglichkeit, um am Lagerfeuer rhythmisch für Stimmung zu sorgen. Cajón ist das Spanische Wort für „Schachtel“. Und im Prinzip ist es eine Holz-Box, die als Trommel verwendet wird. Der Spieler setzt sich einfach auf die Groove-Kiste und los geht’s.

Vielleicht kennst du das Instrument ja von einigen Straßenmusikern, denn es wird gerade immer beliebter. Ich habe das Cajón in seiner Heimat Peru zum ersten Mal gesehen. Es ist fast unglaublich, was die Spieler dort aus dem unscheinbaren Instrument herausholen.

Da die Seiten des Cajóns unterschiedlich klingen, bekommst du damit mehrere an ein Schlagzeug erinnernde Sounds hin. Viele finden, dass das Cajón besonders zur Akustischen Gitarre sehr gut passt.

Die folgenden Eigenschaften machen das Cajón zum perfekten Outdoor-Perkussions Instrument:

  • Kompakt und transportabel – Cajóns gibt es mittlerweile in allen möglichen Größen. Es gibt also auch kompaktere Modelle, die sich fürs Reisen eignen. Diese sind besonders klein oder flach. Eine eigene Tasche brauchst du dafür aber schon.

  • Das Holz ist im Gegensatz zu den Trommelfellen ziemlich robust und unempfindlich.

  • Preislich beginnen kleine Cajóns bei 20€. Flache Reise Cajóns* kosten 40 Euro.

  • Damit du auch gut klingst, musst du vor dem ersten Einsatz deines Cajóns erstmal Rhythmusgrundlagen pauken. Als Schlagzeuger wird dir das leicht fallen. Ansonsten musst du schon ein paar Wochen üben.

  • Im Gegensatz zu ihrer Heimat Peru sind Cajóns bei uns noch relativ selten am Lagerfeuer anzutreffen.

Alle Percussion-Instrumente sind etwas sperriger zu transportieren. Wenn du also wenig Platz hast, solltest du dir die Mitnahme vorher gründlich überlegen.

Melodica, geeignet für Tastenfreunde auf Reise

Als Klavier-Spielerin oder Keyboarder möchtest du vielleicht auch unterwegs Musik machen können. Leider sind beide Instrumente zu sperrig und deswegen ungeeignet. Welches Tasteninstrument taugt also für draußen?

Ein Akkordeon kommt prinzipiell in Frage, schließlich kommt es auch ohne Strom aus. Allerdings ist es ziemlich schwer – durchschnittlich um die 10 Kilo. Dazu kommt der Koffer, in dem es normalerweise transportiert wird. Es gibt auch leichtere Varianten, wie die Conzertina oder das Reiseakkordeon Erika von Hohner, allerdings werden diese mit Knöpfen gespielt und nicht mit der Pianotastatur.

Melodica Musik

Avi Wisnia

Eine echte Alternative dazu ist die Melodica. Dabei handelt es sich quasi um eine Mischung zwischen Klavier und Mundharmonika. Außen findest du eine Klavier-Tastatur. Die Töne werden wie bei der Mundharmonika von Stimmzungen erzeugt. Dazu bläst du Luft in die Melodica.

Schauen wir uns nun an, wie die Melodica sich für den Einsatz draußen eignet:

  • Die Größe beträgt etwa 50 Zentimeter. Das Gewicht ist mit einem halben Kilo ebenfalls sehr gering. Das passt.

  • Robust und unempfindlich sind Melodicas. Deswegen werden sie gerne als Einstiegsinstrument für Kinder verwendet.

  • Eine gute Melodica bekommst du für 50 Euro. Etwa diese Melodica* von Hohner. Der Preis stimmt also.

  • Das Erlernen der Melodica ist einfach, wenn du bereits ein Tasteninstrument spielst. Ansonsten musst du etwas üben, damit es gut klingt.

  • Den Bonus als Klassiker bekommt sie nicht. Bisher habe ich sie noch nicht am Lagerfeuer gesehen.

Für Tastenfreunde ist die Melodica also ein sehr gutes Outdoor-Instrument.

Bonus-Tipps: Wie du am Lagerfeuer richtig Eindruck machst

Eins vorweg: es geht am Lagerfeuer darum, gemeinsam Spaß zu haben. Deswegen brauchst du gar kein sehr guter Spieler zu sein, der mit seiner Spieltechnik und seinem Know-How glänzt.

Das gemeinsame Beisammensein am Lagerfeuer erzeugt automatisch eine freundliche Atmosphäre, bei der sich alle einbringen dürfen. Man freut sich, wenn Musik gemacht wird. Selbst wenn jemand erst vor kurzem ein Instrument gelernt hat. Deswegen stimmen auch Anfänger gerne mit ein.

Lagerfeuer Musik Camping Spass Mundharmonika

Viel wichtiger als perfekt zu sein ist, dass du Lieder spielst, die den meisten Anwesenden vertraut sind. Denn dadurch fühlen sich alle einbezogen und es entsteht dieses magische Miteinander. Und gerade damit alle mitmachen können, sollen deine Lieder einfach zu spielen sein und Spaß machen.

Suche dir also ruhig ein paar Songs heraus, die jeder kennt und mitsingen kann. Gerade Volks- und Fahrtenlieder, sowie Schlager können am Lagerfeuer Wunder wirken. Es gibt auch einige Rock-Klassiker, die immer wieder gern gespielt werden und ziehen. Zum Beispiel von den Beatles. Gerade die alt bekannten Lieder sind die besten.

Die Krönung des Abends sind meist emotionale Lieder, bei denen eine sanftere Gangart eingeschlagen wird. Die bringen die Herzen zum Schmelzen und erzeugen diese unvergesslichen Momente der Freundschaft.

Du brauchst übrigens keine wandelnde Jukebox sein. Es gibt viele Liederbücher in denen neben dem Liedtext auch die Akkorde zu Liedern stehen. Zum Beispiel in diesem Kultliederbuch*. Mehr brauchst du in der Regel nicht. Wer das Lied noch nie zuvor gesungen hat, steigt so schnell mit ein. Und wer sich nicht mehr so ganz an die Worte der Songs erinnert, kann kurz mal nachschauen.

Sind andere Musiker am Start, wird auch gerne zusammen gejamt. Dazu bietet sich der Blues geradezu an, weil er einen vertrauten Rahmen bildet und man so herrlich improvisieren kann. Mit der Mundharmonika kannst du – nachdem du fortgeschrittene Spieltechniken gelernt hast – dabei besonders punkten, denn die bluesigen Sounds bekommt sie besonders gut hin.

Fazit

Ein Instrument für die Reise oder das du draußen im Freien spielen kannst, sollte klein, leicht und robust sein. Da sich die Spielgelegenheiten meist spontan ergeben, sollte es möglichst auch leicht zu lernen sein.

Die Klassiker schlechthin sind die Gitarre und die Mundharmonika. Wobei die Gitarre wegen ihrer Größe oft zu sperrig ist.

Für mich ist die Mundharmonika ganz klar der Favorit. Denn sie ist kleiner, leichter und unempfindlicher als alle andere hier genannten Instrumente. Sogar so klein, dass sie in jede Hosentasche passt. Und zu Beginn einfach zu lernen. Das ist die ideale Kombi um draußen mit Freunden Spaß am Musizieren zu haben!

Doch auch mit den anderen Instrumenten, ob Ukulele, Cajón, Tin Whistle oder Melodica, kannst du viel Freude haben. Oft ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks. Probiers einfach aus :)

Hast du etwas zu ergänzen? Was ist dir bei einem Instrument für die Reise wichtig? Welches Instrument muss noch unbedingt berücksichtigt werden? Schreib jetzt einen Kommentar!

Let the good times roll – Mark


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